Mit Styropor einen gesunkenen Frachter heben? Ja, das wurde 1964 in Kuweit dank Styropor möglich. Der Dänische Erfinder Karl Kroyer (Bild links) hatte die geniale Idee. Der Frachter Al Kuweit und mit ihm sechstausend Schafe sanken im Süsswasser-Hafen. Die Behörden befürchteten eine Verseuchung einer wichtigen Trinkwasser-Ressource. Das Schiff musste so schnell wie möglich gehoben werden. Aber wie? Notwendige Pontons oder Spezialkräne gab es in der Nähe keine. Weil der Frachter bei einer Dänischen Gesellschaft versichert war, bat diese den bekannten Erfinder um Unterstützung. Kroyer beriet das Problem mit seinem Team. Aus dem Gedanken, mit Hilfe von Luft in irgendeiner Form den Auftrieb des Schiffs im Wasser zu beeinflussen, wurde der Entschluss gefasst: Mit 2.500 Kubikmetern Styroporkügelchen, die in die Laderäume gepumpt wurden, konnte der Frachter erfolgreich an die Wasseroberfläche gehoben werden. ![]() Eine Patentierung dieser Idee scheiterte jedoch an Walt Disney, der seine Comic-Helden Donald Duck und die drei Neffen bereits 1949 ein Schiff mit Ping-Pong-Bällen heben liess (Stand der Technik). Angeblich wusste Kroyer nichts von diesem Mickey Mouse Heft, der Patentprüfer jedoch offenbar schon. Styropor (aus den Worten Styrol und porös) wurde übrigens 1951 aus dem bekannten Kunststoff Polystyrol vom deutschen Chemiker Fritz Stastny entwickelt. Der weisse Hartschaum besteht zu 98 Prozent aus Luft und wird heute vor allem in der Verpackungstechnik, im Schwimmkörper- und Metallbau und als Isolationsmaterial eingesetzt. |
